Arbeitszeugnis

I. Was steht darin?
II. Wann kann es verlangt werden?

I. Was steht darin?

Unterschieden wird zwischen dem einfachen und dem qualifizierten Zeugnis. Der Arbeitnehmer1 hat diesbezüglich Wahlfreiheit.

Enthalten sind

  • im einfachen Zeugnis: Angaben zu Art und Dauer der Beschäftigung
  • im qualifizierten Zeugnis: Angaben zu Art und Dauer der Beschäftigung sowie Angaben zum Verhalten und zu Leistungen des Arbeitnehmers

Wichtig: Das Zeugnis muss verständlich und wohlwollend formuliert sein. Die Angaben müssen wahrheitsgemäß sein.

Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, haben sich in der Zeugnissprache verschiedene Formulierungstechniken durchgesetzt. Zur Erstellung und Auslegung eines Arbeitszeugnisses ist die Kenntnis dieser Techniken unabdingbar.

II. Wann kann es verlangt werden?

Der Arbeitnehmer kann das Arbeitszeugnis bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses verlangen. Bei formeller oder inhaltlicher Unrichtigkeit oder Nicht-Erstellung kann der Arbeitnehmer gegen den Arbeitgeber gerichtlich vorgehen.

Gut zu wissen: Im Kündigungsschutzprozess wird der Erstellung eines möglichst guten Arbeitszeugnisses ein hoher Wert beigemessen. Der umsichtige Anwalt weiß diesen Umstand seinem Mandanten zu Nutze zu machen.


1 Aus Gründen der Lesbarkeit wird innerhalb dieses Textes das geschlechtsneutral zu verstehende generische Maskulinum als Formulierungsvariante verwendet.

Hinweis

Ein gutes Arbeitszeugnis. Das ist Ihr Recht

Das Arbeitszeugnis ist Ihre Visitenkarte für das nächste Arbeitsverhältnis. Umso wichtiger ist es, dass die Formulierungen gewissen Normen entsprechen. Was tun, wenn sich Ihr Arbeitgeber weigert, Ihnen ein Zeugnis auszustellen oder Sie gut zu beurteilen? Fragen Sie die Experten der Kanzlei für Arbeitsrecht.

Bei Konflikten und Fragen zum Arbeitszeugnis wenden Sie sich bitte an uns:
06131 / 480 888 7
.

„Zuverlässig, ehrlich, gerecht, kompetent, freundlich und sehr menschlich.“  Das sagen Mandanten über uns:
www.anwalt.de/bewertungen/labisch

Aktuellste Urteile zu diesem Thema

Landesarbeitsgericht Köln

Beschluss vom Dienstag, 14. Februar 2017 - Von: 12 Ta 17/17

„Die Anstrengungen Ihrer Tätigkeit hat Fr. H sehr regelmäßig mit Schöpferpausen bedacht ..."




Lexikon schließen
Schließen